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Westliche Dekadenz
Guido Westerwelle hat eine längst fällige Diskussion angestoßen Von Michael Ludwig   
Unser Außenminister ist schon ein Phänomen. Kaum im Amt machte er sich polnische Interessen zu Eigen, statt deutsche. Die Wunde, die er mit der Causa Steinbach dem deutschen Volk zufügte, wird so schnell nicht verheilen. Doch das focht den Chef der Liberalen beileibe nicht an. Er legte den Turbogang ein und düste durch die Welt, als habe sie auf ihn – Dr. Guido Westerwelle – nur gewartet. Die Quittung für seinen kopflosen Aktionismus folgte auf den Fuß. Hundert Tage nach seinem Amtsantritt sanken seine persönlichen Sympathiewerte in den Keller, was gar nicht so schlimm gewesen wäre, aber auch die seiner Partei halbierten sich nahezu, und da schrillten dann doch die Alarmglocken, schließlich stehen in diesem Frühjahr die wichtigen Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen an. Was tun? das war jetzt die Frage.
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Kommt Rot-Rot-Grün?
Zur Lage der NRW-CDU vor der Landtagswahl am 9. Mai / Von Carina Forst   
Sein Image war dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers schon immer sehr wichtig. Seit 2005 ist der ehemalige „Zukunftsminister“ im Kabinett Kohl nun im Amt. Kohls Regiment wurde einst als „Bimbes-Republik“ gegeißelt. Und das liebe Geld beziehungsweise der Verdacht der Käuflichkeit kratzen jetzt auch heftig am mühsam aufgebauten Image des einzig legitimen Rau-Erben und Arbeiterführers von Rhein und Ruhr. Wer dereinst angetreten ist, mit dem „roten Filz“ im klassischen „Sozen“-Land NRW aufzuräumen und gegenüber unternehmerischen Entscheidungen wie damals bei Nokia den moralischen Zeigefinger öffentlichkeitswirksam erhoben hat, bekommt ein gravierendes Glaubwürdigkeitsproblem, wenn der eigene Partei- und Regierungsapparat „Sponsoring“ als Mittel der Geldbeschaffung entdeckt.
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Alkoholisierte Lichtgestalt
Warum muss die weinselige Ex-Bischöfin Käßmann so viel Spott ertragen? / Von Ch. Sitter   
 
Die Saat der sexuellen Revolution
Die Kampgange der linken Schickeria gegen die Katholische Kirche / Von Werner Olles   
 
Antimoderner Kreuzzug?
Eine Streitschrift wider Benedikt XVI leistet „Arbeit am Mythos“ / Von Felix Dirsch   
 
Gegenposition zur Praxis der Mitte
Was bedeutet Konservativsein heute (II)? / Von Ansgar Lange   
 
Neuer Star mit alten Parolen
In den Medien wird die inhaltsleere „Vollzeit-Aktivistin“ Hanna Poddig gefeiert / Von F. Sage   
 
Die Herrschaft des Hungerengels
Herta Müllers Roman „Die Atemschaukel“ / Von Richard Christ   
 
Fragen & Antworten
Rubrik   
Dr. Kurt Illchmann, Saal. – Sie schreiben uns: „ … nun beziehe ich schon einige Zeit Ihre Zweiwochenschrift Gegengift und werde aus der Lektüre nicht ganz schlau, was Sie damit eigentlich bezwecken und welchen Leserkreis Sie v. a. ansprechen wollen. Ich fand darin eigentlich nicht viel Gegengiftiges, was dem Titel gerecht werden könnte. Vieles ist geradezu esoterisch, manches auch wie aus einem Kulturblatt. Wenn Sie die herrschende Polit- und Medienkaste ärgern wollen, so wird das auch weiterhin nicht gelingen, nachdem Sie nirgendwo erwähnt oder gar angegriffen werden …“.
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Kleine Injektionen
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